
>>> Im Jahre 2009: 147 Jahre <<<
In unserer Firma findet man (noch) 3 Meister:
| Walter Fürst | - |
Wachsziehermeister seit 1957 und war Ehren-Obermeister der Bundesdeutschen Wachszieher Innung. Verstorben am 4.3.2006 | |||
| Franz Fürst | - | Wachsziehermeister und Fachverkäufer, Geb. 6.07.1963 | |||
| Sylvia Engmann | - | Wachs-Bildner-Meisterin ! | |||
| Weitere Mitarbeiter
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- | Mila Fürst, meine Ehefrau und
die Frau für alles
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| Der Inhaber: | - | Bernhard Fürst, Wachsziehermeister, Geb. 19.09.1964 |
Kleine Familienchronik
![]() Franz Xaver Sagmüller |
Im Briefkopf unserer Firma steht "Gegründet
1862 ", früher war auch noch zu lesen: " Inhaber Franz Xaver Sagmüller,
vormals Joseph Luckner." In unserem Falle ist die Gründerzeit der Firma
nur sehr schwer mit alten Dokumenten und Unterlagen zu beweisen, da die
Kriegseinflüsse 1945 alles zunichte machten. Wer war nun Joseph Luckner? In Landshut gab es lange Zeit einen Wachszieher mit dem Namen Luckner. Es ist anzunehmen, daß es Brüder waren, von denen einer nach München zog um hier seinen Beruf auszuüben. Jedenfalls entstand die kleine Wachszieherei des Joseph Luckner im Herzen Münchens, der Sporerstraße in Nr.4. Dort arbeitete als Geselle mein Großvater Franz Xaver Sagmüller und übernahm diesen Betrieb. Er kaufte zusammen mit dem Milchhändler Krüger das Anwesen Sporerstraße 2 und zog mit seiner Wachszieherei dort hin. |
| Aus seiner Ehe Anna mit Freiberger entstammte meine
Mutter Anna Sagmüller. Der Buchdruckermeister Josef Fürst verehelichte
sich mit Anna Sagmüller und erlernte noch den Beruf des Wachsziehers mit
abschließender Meisterprüfung. Damals befand sich die Werkstätte im Keller
Sporerstraße 2, der Laden zu ebener Erde und im 3. Stock die Wohnung. 1927
kam meine Schwester Annemarie und 1930 der Stammhalter zur Welt. Zu dieser Zeit gab es in München noch weitere Wachsziehereien und Kerzenfabriken, so die Firmen Joseph Gautsch und Milly-Kerzen. Die älteste Wachszieherei dürfte die der Gebrüder Ebenböck in der Sendlingerstraße gewesen sein mit ihrer Wachsbleiche in Pasing. Es gab noch die Wachszieherei Wesely am Petersberg und in der Herrnstraße. |
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Laden Sporerstraße 2 |
Der Krieg setzte vielem ein Ende. Nicht nur
der eingesessenen Bürgerschaft, der Stände und Zünfte, der Gemütlichkeit
und Tradition. Auch unser Betrieb mit Ladengeschäft war am 7. Januar 1945
von heute auf morgen in Schutt und Asche verschwunden. Ebenso traf es die
Firmen Ebenböck, Gautsch und Milly. Es kam die berühmte Nachkriegszeit mit Ihrem Willen zum Fortbestand und Wiederaufbau aus primitivsten Mitteln. Bei meinen Aufzählungen alter Wachszieher darf die alteingesessene Firma des Meinrad Forster in der Inneren Wiener Straße nicht übersehen werden. Gerade diese Firma war es, die uns die Möglichkeit bot, wieder Fuß zu fassen. Der nächste Schritt waren die Kellerräume in der Promenadestraße 15, welche später in Kardinal-Faulhaber-Straße umbenannt wurde. Beim Aufbau dieses Anwesens mußten wir wieder umziehen, nun in das Rückgebäude Fürstenstraße 10. |
| Bei all diesen Anstrengungen mit relativ
wenigen Mitteln unsere Wachszieherei wieder aufzubauen möchte ich
besonders meiner Mutter danken, die durch ihren unermüdlichen Einsatz und
unter schweren Entbehrungen, dazu beitrug die Firma zu erhalten. Ich danke auch einigen Wachszieher Kollegen, besonders der Firma Karl Wiedemann Deggendorf und Firma Dunzinger Regensburg. Sie halfen in der schlimmsten Zeit mit Werkzeug und Kerzen. Nach Fertigstellung des Hauses Kardinal-Faulhaber-Straße 15 konnte der erste Laden der Wachszieherei Fürst wieder eröffnet werden. In der Kriegs- und Nachfolgezeit hat sich meine Schwester Annemarie mit großem Einsatz und Fleiß um den Fortbestand des Ladengeschäfts angenommen. Durch Ihre Bemühungen und Ihr persönliches Engagement konnten wir nach dem Wiederaufbau des Hauses Sporerstraße 2 durch die Firma Münzinger unseren Laden wieder an dem Ort seiner Gründung eröffnen. |
Annemarie Fürst |
| 1955 wurde die eigene Werkstatt an das vorhandene Haus
in Mittersendling Uttinger Straße 18 angebaut und in Betrieb genommen. Die zukünftige Führung meines Betriebes wird in der Verantwortung meiner handwerklich gut ausgebildeten Söhne Franz und Bernhard liegen. Ich würde mich freuen, wenn Sie meinen Söhnen dasselbe Vertrauen entgegen bringen, wie Sie es mir gegenüber in der Vergangenheit gezeigt haben.
Walter Fürst (+ 4.3.2006) mit seinen Söhnen Franz (Li.) und Bernhard (Re.) |
06.04.2010 -
Bernhard Fürst