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In unserer Firma findet man leider nur noch 2 Meister:

Meister; die diesen Beruf, wahrlich ihr Leben lang, ehrlich erlernt haben.

Es war schön; "In der Werkstatt" aufzuwachsen :-)

Walter Fürst -
Wachsziehermeister seit 1957:  Er war Ehren-Obermeister der Bundesdeutschen Wachszieher Innung. Verstorben am 4.3.2006
Franz Fürst - Wachsziehermeister und Fachverkäufer, Geb. 5.07.1963
Sylvia Engmann - Wachs-Bildner-Meisterin ! - Ausgeschieden: 2014
Weitere Mitarbeiter

 

- Aline Frank, die gute Fee für alles.
     
Der Inhaber: - Bernhard Fürst, Wachsziehermeister, Geb. 19.09.1964

Kleine Familienchronik

Fanz Xaver Sagmüller

Franz Xaver Sagmüller

Im Briefkopf unserer Firma steht "Gegründet 1862 ", früher war auch noch zu lesen: " Inhaber Franz Xaver Sagmüller, vormals Joseph Luckner." In unserem Falle ist die Gründerzeit der Firma nur sehr schwer mit alten Dokumenten und Unterlagen zu beweisen, da die Kriegseinflüsse 1945 alles zunichte machten.

Wer war nun Joseph Luckner? In Landshut gab es lange Zeit einen Wachszieher mit dem Namen Luckner. Es ist anzunehmen, daß es Brüder waren, von denen einer nach München zog um hier seinen Beruf auszuüben.

Jedenfalls entstand die kleine Wachszieherei des Joseph Luckner im Herzen Münchens, der Sporerstraße in Nr.4. Dort arbeitete als Geselle mein Großvater Franz Xaver Sagmüller und übernahm diesen Betrieb. Er kaufte zusammen mit dem Milchhändler Krüger das Anwesen Sporerstraße 2 und zog mit seiner Wachszieherei dort hin.

Aus seiner Ehe Anna mit Freiberger entstammte meine Mutter Anna Sagmüller. Der Buchdruckermeister Josef Fürst verehelichte sich mit Anna Sagmüller und erlernte noch den Beruf des Wachsziehers mit abschließender Meisterprüfung. Damals befand sich die Werkstätte im Keller Sporerstraße 2, der Laden zu ebener Erde und im 3. Stock die Wohnung. 1927 kam meine Schwester Annemarie und 1930 der Stammhalter zur Welt.

Zu dieser Zeit gab es in München noch weitere Wachsziehereien und Kerzenfabriken, so die Firmen Joseph Gautsch und Milly-Kerzen. Die älteste Wachszieherei dürfte die der Gebrüder Ebenböck in der Sendlingerstraße gewesen sein mit ihrer Wachsbleiche in Pasing. Es gab noch die Wachszieherei Wesely am Petersberg und in der Herrnstraße.


Josef Fürst

Laden Sporerstraße 2 um 1900

Laden Sporerstraße 2
um 1900

Der Krieg setzte vielem ein Ende. Nicht nur der eingesessenen Bürgerschaft, der Stände und Zünfte, der Gemütlichkeit und Tradition. Auch unser Betrieb mit Ladengeschäft war am 7. Januar 1945 von heute auf morgen in Schutt und Asche verschwunden. Ebenso traf es die Firmen Ebenböck, Gautsch und Milly.

Es kam die berühmte Nachkriegszeit mit Ihrem Willen zum Fortbestand und Wiederaufbau aus primitivsten Mitteln. Bei meinen Aufzählungen alter Wachszieher darf die alteingesessene Firma des Meinrad Forster in der Inneren Wiener Straße nicht übersehen werden. Gerade diese Firma war es, die uns die Möglichkeit bot, wieder Fuß zu fassen.

Der nächste Schritt waren die Kellerräume in der Promenadestraße 15, welche später in Kardinal-Faulhaber-Straße umbenannt wurde. Beim Aufbau dieses Anwesens mußten wir wieder umziehen, nun in das Rückgebäude Fürstenstraße 10.

Bei all diesen Anstrengungen mit relativ wenigen Mitteln unsere Wachszieherei wieder aufzubauen möchte ich besonders meiner Mutter danken, die durch ihren unermüdlichen Einsatz und unter schweren Entbehrungen, dazu beitrug die Firma zu erhalten.
Ich danke auch einigen Wachszieher Kollegen, besonders der Firma Karl Wiedemann Deggendorf und Firma Dunzinger Regensburg. Sie halfen in der schlimmsten Zeit mit Werkzeug und Kerzen.
Nach Fertigstellung des Hauses Kardinal-Faulhaber-Straße 15 konnte der erste Laden der Wachszieherei Fürst wieder eröffnet werden.

In der Kriegs- und Nachfolgezeit hat sich meine Schwester Annemarie mit großem Einsatz und Fleiß um den Fortbestand des Ladengeschäfts angenommen. Durch Ihre Bemühungen und Ihr persönliches Engagement konnten wir nach dem Wiederaufbau des Hauses Sporerstraße 2 durch die Firma Münzinger unseren Laden wieder an dem Ort seiner Gründung eröffnen.

Annemarie Fürst

Annemarie Fürst

1955 wurde die eigene Werkstatt an das vorhandene Haus in Mittersendling Uttinger Straße 18 angebaut und in Betrieb genommen.
Die zukünftige Führung meines Betriebes wird in der Verantwortung meiner handwerklich gut ausgebildeten Söhne Franz und Bernhard liegen. Ich würde mich freuen, wenn Sie meinen Söhnen dasselbe Vertrauen entgegen bringen, wie Sie es mir gegenüber in der Vergangenheit gezeigt haben.

Walter Fürst mit seinen Söhnen Franz und Bernhard

Walter Fürst (+ 4.3.2006)  mit seinen Söhnen Franz (Li.) und Bernhard (Re.)

 

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Hit Counter 08.09.2017 - Bernhard Fürst